Die Peter McBride Kampagne


Proteste am Internationalen Peter McBride-Tag
in Frankfurt und Berlin


Am Freitag, dem 1. Dezember 2000, schlossen wir uns den weltweiten Protesten an, die sich gegen die beschämende Behandlung richteten, die die Belfaster Familie McBride seitens der britischen Armee und Regierung erfahren hat.

Um 10 Uhr vormittags trafen sich Mitglieder verschiedener deutsch-irischer Solidaritätsgruppen, und einzelpersonen von Amnesty International und Medico International beim Britischen Generalkonsulat in Frankfurt, um dem Generalkonsul, Mr. Callway, einen Protestbrief zu übergeben. Ein Delegationsmitglied wurde durch die strengen Sicherheitsvorkehrungen hindurch zu einem Gespräch mit dem Generalkonsul vorgelassen, das 20 Minuten dauerte. In dem Protestschreiben, das dem Generalkonsul übergeben wurde, wird die Entlassung der Soldaten Mark Wright und James Fisher aus der Armee verlangt. Außerdem wurde Mr. Callway eine zweisprachige Dokumentation zum Fall Peter McBride überreicht. In Berlin wurde in der Britischen Botschaft ebenfalls ein Protestbrief übergeben.

Gleichzeitig sandte die Rechtsanwältin Elke Nill im Namen deutsch-irischer Solidaritätsgruppen ein Schreiben an den deutschen Verteidigungsminister, worin angefragt wird, ob, wie wir gehört haben, Fisher und Wright derzeit bei der Rhein-Armee in Deutschland stationiert sind. Falls ja, wie verhält sich diese Tatsache dann zu der aktuellen Diskussion in Deutschland, wonach solche Personen aus der Bundeswehr ausgeschlossen werden sollen, die schwere Verbrechen begangen haben oder als Neo-Nazis bekannt sind. Diese Regeln sollten auch für britische Soldaten gelten, die hier in Deutschland stationiert sind.

Die verteidigungspolitischen Sprecher aller im Bundestag vertretenen Parteien wie auch die Bundesjustizministerin wurden hierzu ebenfalls schriftlich um eine Stellungnahme gebeten.

Eine erste Reaktion hat es bereits gegeben: Die PDS wird an die Bundesregierung eine kleine Anfrage stellen, die diese dann auch beantworten muß.


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